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Pat's Kolumnte Mai 2026

  • 18. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

MenschenTrainer. PERSPEKTIVE

Gedanken zu Führung, Verantwortung und Sinn.

 

Eine himmlische Perspektive: Was wäre, wenn Tempo nicht automatisch Fortschritt bedeutet?


Roland steht im Sitzungsraum. Montagmorgen. Die Agenda ist voll, die Stimmung angespannt. „Wir verlieren Zeit“, sagt einer aus der Runde. „Wir müssen schneller entscheiden“, ergänzt ein anderer. Jolanda nickt leicht. Auch sie spürt den Druck. Zahlen sind da. Optionen auch. Aber Klarheit fehlt.


Alle schauen zu Roland. Er weiss: Jetzt wird entschieden. Doch bevor er etwas sagt, lehnt er sich leicht zurück. Nicht demonstrativ. Eher… bewusst. In diesem Moment fällt sein Blick zur Seite.


Josua. Still. Wach. Unverändert ruhig – in einem Raum, der innerlich bereits beschleunigt hat. „Alle wollen Tempo“, sagt Josua leise. „Aber niemand fragt, ob ihr wisst, wohin.“


Stille. Ein kurzer Moment, der sich länger anfühlt, als er ist. Roland atmet ein. Und sagt dann etwas, womit niemand gerechnet hat: „Wir entscheiden heute nicht.“ Irritation im Raum.


Fortsetzung folgt.

 

Führung bedeutet nicht, schneller zu entscheiden – sondern klarer

In vielen Unternehmen wird Geschwindigkeit mit Kompetenz verwechselt.Wer schnell entscheidet, wirkt führungsstark. Wer zögert, wirkt unsicher.

Doch die biblische Weisheit zeichnet ein anderes Bild: „Die Pläne des Fleissigen bringen Gewinn, hastiges Handeln führt zum Mangel.“ (Sprüche 21,5)


Das Problem ist nicht Aktivität. Das Problem ist Aktionismus ohne Klarheit. Gerade Führungskräfte stehen unter einem konstanten Erwartungsdruck: liefern, entscheiden, vorangehen. Doch nicht jede Entscheidung, die schnell getroffen wird, ist auch tragfähig.


Jesus selbst hat nie aus Druck gehandelt. Er hat sich Zeit genommen – selbst dann, wenn Erwartungen hoch waren. Ein Beispiel: Als Lazarus krank war, handelte Jesus nicht sofort, obwohl man ihn rief. Er wartete. (Johannes 11)

Aus menschlicher Sicht unverständlich. Aus göttlicher Perspektive vollkommen klar. Übertragen auf Führung bedeutet das: Nicht jede Verzögerung ist Schwäche. Manche ist Weisheit. Und manchmal ist Nicht-Handeln der Moment, in dem echte Führung sichtbar wird.

 

Zwei Best Practices aus der Praxis

HopeHack#1 – Entscheidungs-Stopp bewusst einsetzen

Wenn Druck steigt, ist die Versuchung gross, schnell zu handeln. Setze bewusst einen Stopp: Was fehlt uns noch, um wirklich klar zu entscheiden? Diese Frage verändert Dynamik – und Qualität.


HopeHack#2 – Tempo entkoppeln von Kompetenz

Schnelligkeit ist kein Beweis für Stärke. Klarheit schon. Trainiere dich und dein Team darauf, Entscheidungen nicht an Geschwindigkeit, sondern an Substanz zu messen.

 

Reflexionsfrage

Wo in deinem Führungsalltag entscheidest du zu schnell – nicht aus Klarheit, sondern um Druck zu reduzieren? Nutze den kurzen Leitfaden Tempo vs. Klarheit.


Ausblick

In der nächsten Kolumne fragt Jolanda: „Wenn ich nicht kontrolliere – verliere ich dann die Führung?“

 

 

 

 

 
 
 

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