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Taufen am Arbeitsplatz

  • vor 13 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn der Arbeitsplatz zum Ort von Gottes Wirken wird

Der Sonntag ist für viele Christinnen und Christen selbstverständlich: Gottesdienst, Gemeinschaft, Glaube leben. Am Montag beginnt dann wieder der „normale“ Alltag – Arbeit, Termine, Projekte. Oft scheint es, als seien Kirche und Arbeitsplatz zwei verschiedene Welten. Muss das wirklich so sein?


Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr faszinierte mich ein biblisches Wort aus dem Hebräischen: Avodah. Es bedeutet gleichzeitig arbeiten und dienen. Im biblischen Denken sind diese beiden Tätigkeiten nicht getrennt. Arbeit ist nicht einfach nur ein Job – sie ist ein Ort, an dem wir Gott dienen.

Dank Erkenntnisse aus dem Kurs «Umdenken am Arbeitsplatz» der LabOra Stiftung, gepaart mit meinen Perspektiven begann sich mein Denken zu verändern.


Ich arbeite als Verkaufsleiter bei der Firma f. zaugg ag Kälte – Klima + Wärme in Thun. Vor etwa acht Jahren entschied ich mich, meinen Arbeitsalltag bewusst mit Gebet zu begleiten. Ganz einfach und unscheinbar begann ich damit – zusammen mit meiner Frau. Wir beteten für meine Kollegen, für Kunden, für Gespräche und Entscheidungen.


Aus diesem kleinen Anfang entstand Schritt für Schritt mehr. Weitere Menschen schlossen sich an. Eine Gebetsgruppe entstand – zuerst im Hintergrund, später auch im weiteren Umfeld. Menschen innerhalb und ausserhalb der Firma begannen regelmässig für unseren Arbeitsplatz zu beten.


Mit der Zeit wuchs in mir eine leise Hoffnung: Was wäre, wenn Gott auch hier wirken und Menschen verändern würde? Mitten im Arbeitsalltag, zwischen Meetings und Kundenbesuchen? Und tatsächlich begann sich etwas zu verändern. Mitarbeitende stellten Fragen über den Glauben. Gespräche entstanden ganz natürlich. Einige entschieden sich, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Wir führten Taufgespräche – mitten im Firmenalltag. Und schliesslich durften wir sogar Taufen feiern.


Heute ist diese Gebetsgruppe zu einem tragenden Fundament unseres Unternehmens geworden. Treue Beterinnen und Beter begleiten unsere Arbeit regelmässig im Gebet. Diese Erfahrung hat mir etwas Entscheidendes gezeigt: Wenn sich unser Denken verändert, verändert sich auch unser Umfeld. Der Arbeitsplatz wird plötzlich zu einem Ort, an dem Gott wirkt. Glaube bleibt nicht Theorie – er wird sichtbar und praktisch.


Darum bleibt für mich eine entscheidende Frage: Was würde passieren, wenn viel mehr Christinnen und Christen ihren Arbeitsplatz so sehen würden? Nicht nur als Ort, an dem sie arbeiten –sondern als Ort, an dem sie dienen und für den sie beten. Der Kurs, Umdenken am Arbeitsplatz hat mir auf praktische Weise geholfen, mein Denken zu verändern. Wäre das auch etwas für dich?


 
 
 

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