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Levi Hertig und Matthias Mai

Levi und Matthias leiten den HOPE Business Club in Uetendorf. Im Interview erzählen die Beiden, wie es dazu kam. Der Club trifft sich aktuell bei  der Firma Schmied Küchen in Uetendorf und hat derzeit 10 verbindlichen Teilnehmer. Ungefähr 15 weitere Personen prüfen aktuell, ob sie dem Club beitreten sollten.



Lieber Matthias, lieber Levi. Ihr habt gemeinsam mit Joris Meier Ende 2023 den HOPE Business Club Uetendorf ins Leben gerufen. Was genau waren eure Gedanken dabei?

Matthias: Ich habe ein Anliegen für Vernetzung, zudem hilft es, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Im Unterwegssein mit meiner Firma habe ich gemerkt, dass wir uns an weltlichen Massstäben orientieren können, wo alles von meiner eigenen Leistung abhängig ist. Business mit Jesus aufzubauen, ist anders. Mit Gott ist nicht alles von meiner eigenen Leistung abhängig. Klar soll ich mein Bestes geben, mich weiterbilden, usw. Aber im Endeffekt ist der Erfolg auch immer ein Geschenk. Die Frage ist: Gehört die Firma mir oder Gott? Bin ich Inhaber oder Verwalter? Ich möchte, dass die Firma Gott gehört und ich in der Abhängigkeit von ihm unterwegs sein darf. Alles, was gelingt, ist letztlich ein Geschenk und Gnade. Hier unterscheidet sich für mich die Denkweise der Welt und die Prinzipien des Reiches Gottes sehr stark. Dieses Mindset mit anderen zu teilen, ist mir wichtig. Zudem habe ich das Gefühl, dass wir als Christen gar nicht so genau wissen, wie Business mit Gott konkret aussehen soll. Genau dafür wünsche ich mir Austausch mit Personen, die die gleiche Sehnsucht haben. Für mich ist es eine gemeinsame Entdeckungsreise. Was heißt es, mit und im Business Reich Gottes zu bauen? Durch die Gründung unseres Business Clubs durfte ich schon wertvolle Kontakte knüpfen.

Levi: Unsere Idee ist es, dass wir Christen, welche in der Business-Welt Verantwortung tragen, durch den HOPE Business Club miteinander vernetzen können. Gemeinsam soll uns die Frage herausfordern: Wie können wir «Reich Gottes» im Business bauen und leben? Wir glauben, dass unser Gott konkrete Lösungen für unsere Herausforderungen im Business-Alltag bereithält. Zusammen möchten wir uns von Gott inspirieren lassen.

 

In der Region Thun gibt es ja schon einige bestehende Hope Business Clubs. Wieso habt ihr euch nicht dort angeschlossen?

Levi: Ich war während gut einem Jahr Teil eines Business-Clubs in der Region Thun. Während dieser Zeit habe ich Mätthu eingeladen, ebenfalls mal in unserem Club reinschnuppern zu kommen. Im gegenseitigen Austausch spürten wir beide nach einigen gemeinsamen Treffen, dass wir uns nach einem Business Club sehnen, in welchem wir uns etwas regelmässiger und unter gleichaltrigen Mitgliedern treffen können. Als im Herbst 2023 schliesslich auch Joris einmalig an einem Abend mit dabei war, entstand spontan der Entschluss, zu dritt einen eigenen Business-Club zu gründen.

Matthias: Einerseits bin ich eher der Typ, der lieber etwas selbst gründet, als sich bei Bestehendem anzuschließen. Weiter habe ich an diversen Orten reingeschaut und nichts Passendes gefunden. Für jüngere Businessleute mit einem Anliegen für das Reich Gottes in der Wirtschaft gibt es, soviel ich weiß, nichts in dieser Region. Die Business Clubs, die ich besucht habe, hatten einen eher hohen Altersdurchschnitt.




War es schwer, Personen für euren HOPE Business Club zusammen zu bekommen?

Matthias: Nein, überhaupt nicht. Wie sich alles ergeben hat, hat sich für mich nach einem vorbereiteten Werk von Gott angefühlt. Jeder von uns hat einige Leute angefragt. Die meisten sind gekommen, und viele wollen dabei bleiben. So waren wir bereits beim ersten Treffen etwas über zehn Personen.

Levi: Wir sind drei Jungs, die alle ziemlich gut vernetzt sind in unserer Region. Daher gelang es uns, bereits am «inoffiziellen» Startabend im Dezember 2023 einige spannende Männer an den Tisch zu bekommen. Nun fanden bisher drei Abende statt und die Gruppe beginnt sich langsam zu formen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir mittelfristig um die 20 Mitglieder haben werden, die verbindlich Teil unseres HOPE Business Clubs sein möchten. Was wir uns wünschen ist, dass der Frauenanteil in der Gruppe weiter zunehmen darf. Daran arbeiten wir momentan, denn wir sind überzeugt, dass dies ein wichtiges Merkmal unseres Clubs werden wird.

 

 

Wie läuft ein Abend im HOPE Business Club Uetendorf normalerweise ab?

Matthias: Für uns liegt der Schwerpunkt im persönlichen Austausch, dem wir viel Raum geben wollen. Wir starten mit einem Apéro und dem Ankommen. Danach geben wir jedes Mal kurz die Vision rein, dann stellen sich die Personen vor, die neu dabei sind. Danach gibt es einen kurzen Gedankenanstoss von etwa 5 Minuten. Anschließend gehen wir in kleine Gruppen von bis zu vier Personen. Dort tauschen wir über persönliche Herausforderungen im Businessalltag aus und beten füreinander. Auch prophetische Eindrücke geben wir einander weiter. Das Ziel ist es, dass wir gegenseitig voneinander profitieren können. Vielleicht hat jemand eine Lösung für ein Problem, bei dem ich anstehe. Zum Schluss ist open End, und meistens bin ich erst nach Mitternacht wieder zuhause, was dafür spricht, dass wir gerne zusammen sind und den Austausch schätzen ;-)

 

Habt ihr bestimmte Ziele und Visionen, die ihr mit den Treffen erreichen wollt?

Levi: Wir wollen, dass unser Business Club dazu dient, das Reich Gottes in unseren Business-Welten spür- & erlebbar zu machen. Dazu wollen wir uns gegenseitig herausfordern und uns von Gott inspirieren lassen. Wir wünschen uns, dass wir alle nach unseren Treffen mit einem konkreten Mehrwert nachhause gehen. Die Treffen müssen sich lohnen, denn für Leerlauf haben wir keine Zeit und Musse. Wir wollen eine Plattform schaffen für die Begegnung mit Menschen, die sich gegenseitig verstehen und unterstützen können. Dabei sind wir verbindlich miteinander unterwegs und geben unser Bestes, regelmässig an den Treffen dabei zu sein. Unsere Treffen leben von der Offenheit der Teilnehmer untereinander. Die gegenseitige Ermutigung und das Gebet sind zentrale Bestandteile unseres Zusammenseins. Wir wollen auch konkret eine Plattform dafür bieten, gemeinsame Geschäfte, die Vermittlung von Jobs und weitere Zusammenarbeiten zu fördern. Es besteht jedoch keine Erwartung oder Pflicht, miteinander Geschäfte machen zu müssen. Wir sind offen für Leute, die «Bock auf Business» haben und dabei Verantwortung im Business tragen.

Was würdet ihr Personen raten, die selbst gerne einen HOPE Business Club in ihrer Nähe aufbauen möchten?


Matthias: Macht es nicht alleine. Sucht mindestens eine Person, die das gleiche Anliegen hat. Eine solche Gruppe braucht Leitung. Definiert, wer den Club leitet. Fragt euch, was die Vision vom Business Club ist, und haltet dies schriftlich fest. Dies hilft euch und den Teilnehmern. So weiß jeder, worum es geht. Wir haben dies in unserem Vision Paper festgehalten. Habt den Mut, für diese Werte einzustehen, auch wenn das unangenehm ist. Definiert, was das Ziel vom Business Club ist. Was sind eure Erwartungen usw.

Levi: Sucht euch Freunde, die mit euch gemeinsam einen Business Club starten wollen. Investiert genügend Zeit in die Klärung der Vision, hinterfragt auch immer wieder eure eigenen Motive, warum ihr einen solchen Club gründen möchtet. Schliesslich: Wagt den Schritt aufs Wasser, wenn ihr spürt, dass es «dran» ist. Denn es gibt nichts Besseres als in den vorbereiteten Werken unseres Herrn vorwärtszugehen.

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